Inseltouring
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- Unterwegs auf El Hierro -
Wandern, Landschaft, Fauna und Flora

Unterwegs auf El Hierro

Wandern

El Hierro ist ein Wanderparadies und bietet vor allem Rund um El Pinar zahlreiche abwechslungsreiche Wanderungen. Auch die Hochebene La Dehesa, die zahlreichen Lavafelder und vor allem die Steilwände von Las Playas und El Golfo haben ihren eigenen Reiz und sind am besten auf einsamen Wanderungen zu erkunden.

Vor allem beim Wandern in den Höhenlagen der Cumbre kann es empfindlich kalt, windig und nass werden. Es empfiehlt sich daher immer die Mitnahme eines Regen- und Windschutzes.

Landschaft

El Hierro ist mit 278 km2 Fläche die kleinste und westlichste Insel des Kanarischen Archipels. Trotz ihrer kleinen Fläche bietet die Insel ein aussergewöhnlich abwechslungsreiches Landschaftsbild und so verwundert es nicht, dass die gesamte Insel im Jahr 2000 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde.

Der höchste Berg auf El Hierro ist der Malpaso mit genau 1500 m. Er befindet sich auf der Cumbre, welche den regenreichen Inselnorden mit dem fruchtbaren Golftal vom Inselsüden trennt. An den nördlichen Cumbrehängen wächst im Passatnebel der Fayal-Brezal-Nebelurwald, während auf der Südseite ein aussergewöhnlicher Pinienwald das Landschaftsbild prägt.

Im Westen befindet sich das Weidehochland La Dehesa mit dem Wahrzeichen El Hierros, dem windgeplagten Sabinar. Es handelt sich dabei um den letzten zusammenhängenden Wacholderhain des Kanarischen Archipels.

An der Süd- und Westküste zeugen grosse und karge Lavafelder von der Entstehungsgeschichte der noch relativ jungen Insel.

An der Westküste, inmitten zahlreicher Lavafelder, befindet sich der Leuchtturm La Orchilla, bei welchem bis 1884 der Nullmeridian verlief und lange Zeit als das Ende der alten Welt galt.

Die Inselhauptstadt befindet sich im Osten der Insel in 600 m Höhe und ist damit die einzige Hauptstadt des Kanarischen Archipels ohne Hafen. Aufgrund des in dieser Höhe häufig anzutreffende Passatnebel (Bruma) ein eher ungemütlicher Ort.

Fauna

Die Fauna auf El Hierro ist nicht sehr vielfältig. Als Besonderheit auf El Hierro zählt die Riesenechse (lagarto gigante), welche nur im Golftal überlebt hat. Die bis zu 75 cm lange Echse galt lange Zeit als ausgestorben und wird heute in einer Zuchtstation im Golftal aufgezogen.

An den Häuserwänden trifft man häufig auf Geckos, welche sich von Ungeziefer ernähren und deshalb gern gesehen sind. Auf El Hierro gibt es zwei endemische Vogelarten, den Herenische Fink und die Herenische Blaumeise.

Flora

Die Flora auf El Hierro unterscheidet sich je nach Höhenlage. An den Küsten findet man Wolfsmilchgewächse, welche als wasserspeichernde Pflanzen auch längere Trockenzeiten überstehen.

In einer Höhe von 100 m bis 800 m findet man u.a. Dickblattgewächse, Kakteen und im Westen El Hierros den Phönizischen Wacholder, das Wahrzeichen El Hierros.

Zwischen 800 m und 1300 m Höhe dominiert die Baumheide und der Gagelbaum, welche zusammen den Fayal-Brezal-Nebelwald bilden. Der Boden des Nebelwaldes ist dabei mit zahlreichen Farnarten bedeckt.

Auf der trockneren Inselseite wird der Nebelwald von einem Pinienwald abgelöst, welcher auf El Hierro die schönsten und ältesten Exemplare der Kanarischen Inseln beheimatet.

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