- Unterwegs auf La Reunion - Wandern, Landschaft, Fauna und Flora
Wandern
La Reunion ist ein absolutes Wanderparadies. Aufgrund der aussergewöhnlich vielfältigen Landschaft und zahlreicher hervorragend angelegter und markierter Wanderwege bietet La Reunion alles für einen abwechslungsreichen Wanderurlaub. An den Hauptwanderwegen GR R1/R2 gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.
Vor allem beim Wandern im Regenwald und in höheren Lagen kann es empfindlich kalt und nass werden. Hier empfiehlt sich die Mitnahme eines Regen- und Windschutzes.
Landschaft
La Reunion gehört zum Archipel der Maskarenen und liegt östlich von Madagaskar im Indischen Ozean. Ihre vulkanische Entstehung erfolgte vor ca. 2 bis 3 Mio. Jahren mit dem entstehen des Piton des Neiges. Vor ca. 1 Mio. Jahren entstand an dessen Ostflanke mit dem Piton de la Fournaise ein zweiter Vulkan. Während der Piton des Neiges langsam erlosch, ist der Piton de la Fournaise einer der aktivsten Vulkane der Welt und vergrössert die Insel beständig nach Osten.
Während die Insel auf der einen Seite wächst, erodiert sie auf der anderen Seite. Die dadurch entstandenen landschaftlichen Gegensätze machen La Reunion ausserordentlich abwechslungsreich und bietet mit ihren drei Cirques rund um den Piton des Neiges dem aktiven Vulkan Piton de la Fournaise und dem dazwischenliegenden Regenwald Bébour-Bélouve aussergewöhnliche Wandergebiete. Daneben haben riffbauende Korallen an der Westküste lange Sandstrände entstehen lassen.
Fauna
Die Fauna auf La Reunion ist relativ spärlich. Hauptsächlich erreichten Vögel, Spinnen und einige Reptilien die Insel. Am umfangreichsten ist dabei die Vogelwelt. Der bekannteste davon, der Dodo, wurde allerdings schon lange ausgerottet. Heute trifft man auf den Tec-tec, dessen Geräusche oft bei Wanderungen (z.B. um Cilaos) zu hören sind, sowie dem Cardinal, welcher ein leuchtend rotes Federkleid trägt.
Auf zahlreichen Wanderungen (z.B. Cirque de Salazie und Cirque de Cilaos) begegnet man der relativ grossen Seidenspinne, deren Netze bis zu 6 m gross werden können. Sie ist aber ungefährlich. Bei den Reptilien trifft man an den Häuserwänden auf Geckos und mit viel Glück an den Teichen (z.B. Grand Étang) auf ein Chamäleon (Spitzname: Endormi - der Eingeschlafene).
Flora
Die Flora auf La Reunion ist ausserordentlich vielfältig. Einige Pflanzen, deren Samen durch Wind, Wasser und Vögel auf die Insel kamen, sind zu endemischen Arten mutiert, welche es nur auf La Reunion gibt. Durch die Besiedlung der Insel wurde das Pflanzenkleid der Insel allerdings erheblich verändert.
Zum Schutz vor Wind wurden an den Felsenküsten (z.B. bei Anse des Cascades) Vacaobäume angepflanzt. In einer Höhenlage bis 700 hm wird hauptsächlich Zuckerrohr und Geranium angebaut, welches den ehemaligen Regenwald durch Abholzung verdrängt hat. Zwischen 700 hm und 1300 hm bildet sich, aufgrund der hohen Niederschlagsmengen und häufigen Nebel, eine über mehrere Etagen wuchernde Blättermasse (z.B. im Forêt de Bébour-Bélouve). Hierzu gehören die Baumfarne und in den unteren Etagen zahlreiche Orchideensorten und Farnarten. Zum Schutz vor Erosion wurde in dieser Höhenlage seit 1950 die japanische Fichte (Crytomeria) angebaut (z.B.: Terre Plate bei Hell-Bourg).
Im Cirque de Mafate (z.B. Plaine des Tamarins) und zahlreichen anderen Plateaus findet man eine endemische Mimosenart (Höhentamarinde), welche bis zu 25 m hoch werden kann. Ab 1600 hm (z.B. Coteau Kerveguen bei Cilaos) wird der Bergregenwald durch eine karge Landschaft mit Baumheide abgelöst.
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